Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Nichts hat einen Anspruch darauf, ein Ziel der Liebe und Verehrung zu sein außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs.
Muslime die an den Imam Mahdi und Verheißenen Messias,,
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.

Was sind die angebrachten Methoden beim Vollzug dieser Arten des Zikr?

Auf die Bedürfnisse der Gemeinde eingehend, werde ich nun einige Aspekte dieses Themas ansprechen. Die verschiedenen Formen des Zikr können in zwei Gruppen unterteilt werden: die verpflichtenden und die freiwilligen. Durch die Gnade Allahs ist unsere Gemeinde sehr gewissenhaft im Verrichten der verpflichtenden Formen des Zikr; deswegen will ich darüber nicht lange sprechen. Später will ich etwas über die Nawafil sagen, der freiwilligen Variante des Ritualgebets. Das wird eine ausgedehntere Diskussion erfordern. Lassen Sie mich jetzt aber mit der Frage beginnen, wie der Heilige Qur-ân rezitiert werden sollte.

Die Rezitation des Heiligen Qur-ân

1.
Der Heilige Qur-ân sollte regelmäßig und nach einem festgesetzten Plan rezitiert werden. Setzen Sie lieber ein Tagespensum fest, als den Heiligen Qur-ân ab und zu hervorzuholen und zu lesen, was Sie gerade möchten. Unregelmäßiges Lesen trägt keine Früchte. Ob sie sich nun dafür entscheiden, einen halben Teil am Tag, einen ganzen oder mehrere Teile zu lesen, die festgelegte Quote muss erfüllt werden. Der Heilige Prophet(saw) sagte, dass Allah den Gottesdienst liebt, der regelmäßig vollzogen und niemals unterlassen wird. Unregelmäßigkeit zeigt Mangel an Enthusiasmus, doch ohne Enthusiasmus und wahre Liebe kann das Herz nicht geläutert werden. (Mishkat Kitab ul Iman) Auch meine persönliche Erfahrung bestätigt diesen Punkt. Jedes Mal, wenn ich sehr beschäftigt damit bin, ein Buch zu schreiben, oder mit einer anderweitigen Angelegenheit zu tun habe und nicht dazu komme, den Heiligen Qur-ân zu rezitieren, fühle ich mich bedrückt und die anderen Arten des Dienstes an Allah sind davon ebenfalls nachteilig beeinflusst. Kurzum, man sollte den Heiligen Qur-ân täglich rezitieren.

2.
Versuchen Sie zu verstehen, was Sie lesen. Der Heilige Qur-ân sollte nicht hastig rezitiert werden. Langsame Rezitation wird Sie dazu befähigen, den Heiligen Qur-ân zu verstehen, wodurch ihm auch der ihm gebührende Respekt gezollt wird. Ein Ahmadi fragte mich, was zu tun sei, wenn man den Heiligen Qur-ân nicht verstehe. Solche Leute sollten die Bedeutung eines Teiles des Heiligen Qur-ân lernen und diesen Teil jeder Rezitation hinzufügen. Sie mögen jetzt fragen, was denn der Nutzen sei, die Teile zu rezitieren, die man nicht versteht. Denken Sie daran, dass Allah sicherlich das belohnt, was aufrichtig und mit guter Absicht getan wird. Wenn Sie um Gottes Willen und ohne die Bedeutung zu verstehen den Heiligen Qur-ân rezitieren, wird Er Sie sicherlich ihrer Aufrichtigkeit entsprechend dafür belohnen. Darüber hinaus üben die Wörter einen gewissen Einfluss aus. Der Heilige Prophet(saw )hat dazu geraten, in die Ohren eines Neugeborenen den Adhan (Gebetsruf) zu rezitieren. Das Kind ist zu dieser Zeit nicht in der Lage, etwas zu verstehen oder zu erkennen, wird aber durch die Wörter des Adhan beeinflusst.

3.
Vollziehen Sie der Möglichkeit nach die rituelle Waschung, bevor sie den Heiligen Qur-ân rezitieren. Ich sehe es als zulässig an, den Heiligen Qur-ân auch ohne die Waschung zu rezitieren, aber einige Gelehrte sehen es als unerwünscht an. Es ist sicherlich angebrachter, vorher die Waschung zu vollziehen, um größeren Nutzen zu erzielen und größeren Lohn zu erhalten.

Die Größe und Glorie Allahs zum Ausdruck bringen und Ihm danken

Eine andere Art des Zikr umfasst das Tasbeeh (Ausrufen der Glorie Allahs), Tahmeed (Ausdrücken der Dankbarkeit gegenüber Allah) und Takbeer (Ausrufen der Größe Allahs). Solches Zikr kann sowohl allein als auch in Gesellschaft vollzogen werden. Manchmal ist solches Zikr vorgeschrieben, wie das Takbeer, also „Allaho Akhbar“ („Allah ist der Größte“) zu sagen, während man ein Tier schlachtet. Würde hier das Takbeer nicht ausgerufen, würde die Schlachtung nicht in Übereinstimmung mit den islamischen Vorschriften stehen. Doch man kann das Tasbeeh und Tahmeed auch leise als Gedenken Allahs wiederholen. Der Heilige Prophet(saw) hat einige Formen des Zikr für jede Gelegenheit vorgeschrieben.

  • Vor dem Essen hat er uns gelehrt zu sagen: „Bismillah ir Rahman ir Rahiem“, das heißt, „Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“ (1:1)
    „Alhamdulillah“ sagt man auch, wenn man neue Kleidung anzieht oder wenn man mit etwas anderem gesegnet wird.
  • In jeder traurigen Angelegenheit wurde uns gelehrt zu sagen:„Inna lillahi wa inna ilaihi raji’oon“, das heißt, „Allahs sind wir und zu Ihm werden wir zurückgebracht werden.“ (2:157)
  • In einer Schwierigen Situation, deren Bewältigung über seinen Fähigkeiten liegt, sollte der Muslim sagen:„La haula wa la quwwata illa billah“, das heißt, „Es gibt keine Kraft noch Macht ohne die Hilfe Allahs.“

Diese Formen des Zikr umfassen alle Aspekte des Lebens. Sowohl Freude als auch Leid können im Laufe eines Tages erfahren werden. In Freude sagt der Muslim:

„Alhamdulillahi Rabbil Alamiyn“ (Aller Preis gebührt Allah, dem Herren der Welten),

in Trauer sagt er:

„Inna lillahi wa inna ilaihi raji’oon“ (Allahs sind wir und zu Ihm werden wir zurückgebracht werden).

Der Heilige Prophet(saw) hat in Übereinstimmung mit den Befehlen des Allmächtigen Gottes das Zikr für jede Angelegenheit vorgeschrieben. Allah sagt:

„(…) gedenket Allahs im Stehen, Sitzen und wenn ihr auf eurer Seite liegt (…)“ (4:104)

Wenn Sie diesen Anweisungen folgen, werden Sie ständig mit dem Gedenken Allahs beschäftigt sein. Wenn Sie während der Büroarbeit gute Nachrichten hören, sagen Sie

„Alhamdulillah“.

Wenn Sie gute Nachrichten hören, während Sie unterwegs sind, sagen Sie

„Alhamdulillah“.

Wiederholen Sie das Tahmeed, wenn gute Nachrichten Sie erreichen während Sie liegen. Auf diese Art und Weise wird das Gedenken Allahs aufrechterhalten.

Die Einheit Allahs als Zikr ausrufen

„La ilaha illalah“, das heißt, „Niemand ist anbetungswürdig außer Allah.“

Andere Rezitationen

Es gibt noch andere, sehr verdienstvolle Arten des Zikr. Eine davon ist:(1)

„Subhanallahi wabi Hamdihi. Subhanallah il Azeem“, das heißt, „Heilig ist Allah, Der Preiswürdige. Heilig ist Allah, Der Größte.“

Hinsichtlich dieser Rezitation sagte der Heilige Prophet(saw:)

„Es gibt zwei einfach auszusprechende Sätze, doch werden sie am Tage des Jüngsten Gerichts schwer wiegen auf der Seite der guten Taten. Sie sind dem großen Herrn sehr lieb.“ (Bukhari, Kitab ul Tauhid)

Sie stellen Zikr von sehr hohem Rang dar. Der Verheißenen Messias(as )war einst körperlich angeschlagen zum Tahajjud(2) erwacht. Aufgrund seiner Schwäche konnte er nicht aufstehen, um das Tahajjud zu verrichten. Er bekam daraufhin offenbart, er könne das obige Zikr rezitieren, statt in dieser Situation das Tahajjud zu verrichten. Den Ahadith zu Folge pflegte der Heilige Prophet(saw) es oft zu rezitieren. Der Heilige Prophet(saw) hat von der Superiorität dieser Form des Zikr berichtet.

Von diesen abgesehen, gibt es noch eine weitere sehr verdienstvolle Rezitation. Obwohl darüber kein Hadith aufbewahrt wurde, sagt uns der gesunde Menschenverstand, dass hierin Segnungen liegen. Es geht um das Zikr, das daraus besteht, die Worte des Heiligen Qur-ân als Gedenken Allahs zu rezitieren. Es ist sicherlich gesegnet, denn es wird sowohl den Lohn dafür bringen, den Heiligen Qur-ân zu rezitieren als auch dafür, das Zikr zu vollziehen.

1 Erzählt in Bukhari und Muslim.

2 Das freiwillige Ritualgebet, welches vor dem Sonnenaufgang verrichtet wird (Anm.d.Ü.).