Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Nichts hat einen Anspruch darauf, ein Ziel der Liebe und Verehrung zu sein außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs.
Muslime die an den Imam Mahdi und Verheißenen Messias,,
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.

Sechs Glaubensartikel des Islam

Die Glaubensartikel sind integraler Bestandteil des Islam. Sie sind die Schlussfolgerung eines Hadith, das von Hadhrat Umar Ibn Al-Khattab überliefert wurde. Der Heilige Prophet Muhammadsaw sagte:

„Die Forderungen des Glaubens sind: Du sollst glauben an Gott und an Seine Engel und an Seine Bücher und an Seine Propheten und an den Jüngsten Tag, den Tag des Gerichts, und du sollst ebenso glauben an Gottes Bestimmungen des Guten und an Seine Bestimmung des Bösen.“ (Hadith: Muslim)

1. Glaube an Gott

Muslime glauben an einen einzigen Gott. Die Einheit Gottes bedeutet, dass Gott eins ist in Seinem Wesen, eins in Seinen Attributen und eins in Seinen Werken. Gott ist der Schöpfer und Herr aller Welten. Er allein gibt das Leben und er allein nimmt es wieder weg. Alle anderen Wesen, seien es Engel oder Menschen, sind Seine Geschöpfe. Alles hat Er aus dem Nichts erschaffen und, so es Ihm gefällt, wird Er alles wieder in das Nichts zurückkehren lassen. Alle Reformatoren und Propheten waren Seine Diener, und keiner von ihnen besaß göttliche Kräfte.

Gott ist allmächtig, d. h. Er kann alles tun, was Er will, und ist nur an Sein eigenes Versprechen gebunden. Er ist das allerhöchste Wesen und besitzt alle vollkommenen Attribute. Er ist in den Himmeln wie auch auf Erden, ist nahe und doch fern. Er hört, Er sieht und Er weiß alles und kennt jedes Ding. Doch für Sein Hören, Sehen, Wissen und Kennen bedarf Er keinerlei Mittel wie wir sie brauchen. Er ist ewig und wird ewig bleiben.

2. Glaube an die Engel

Engel sind unsichtbare, körperlose und rein geistige Wesen. Sie bewirken unter Gottes Befehl alle Vorgänge im Universum. Oft dienen sie als Mittel der Verständigung zwischen Gott und Seinen Propheten. Sie haben nicht die Möglichkeit, ungehorsam gegenüber Gott zu sein.

3. Glaube an die von Gott offenbarten Bücher

Die Muslime glauben an die von Gott offenbarten Bücher. Zu allen Völkern der Erde sind Propheten gekommen, die ein bestimmtes göttliches Buch empfangen haben. All diese verschiedenen Gesetze waren jedoch nur für eine begrenzte Zeit bestimmt. Während die Grundlage der Religion immer gleich blieb, variierten die Gesetze in ihren Bestimmungen, je nach den Erfordernissen der betreffenden Zeiten. Im Laufe der Zeit erlitten sie ein solches Ausmaß an Veränderungen, dass ihre Glaubwürdigkeit sehr darunter gelitten hat.

Auch hatte sich die gesamte Menschheit inzwischen weit genug entwickelt, um ein endgültiges, vollkommenes, wörtlich offenbartes und für die gesamte Menschheit gültiges Gesetz, nämlich den Heiligen Koran, empfangen zu können. Der Heilige Koran ist somit das reine Wort Gottes, das Er in den Mund des Heiligen Propheten Muhammadsaw gelegt hat. Die Botschaft des Heiligen Koran ist allumfassend.

4. Glaube an alle Propheten

Gott hat zu jedem Volk einen Gesandten geschickt. Jeder Anhänger einer Religion ist stolz auf seine geistigen Führer. Ein Jude ehrt Mosesas und Davidas. Ein Christ Jesusas. Aber ein Muslim ehrt alle Gesandten Gottes, seien es Muhammadsaw, Jesusas, Mosesas oder Abrahamas.

Sie alle wurden jeweils zu einem Volk entsandt, der Heilige Prophet Muhammadsaw aber zu der gesamten Menschheit. Die Widersprüche zwischen den einzelnen Religionen sind erst später durch Änderungen der jeweiligen heiligen Texte entstanden. Die Gründer der Religionen selbst trifft daran keine Schuld.

5. Glaube an den Jüngsten Tag

Am Jüngsten Tag muss jeder Mensch vor Gott Rechenschaft über seinen Glauben sowie über seine guten und schlechten Taten ablegen. Das Leben im Jenseits ist die Fortsetzung des Lebens im Diesseits. Durch den Tod wird die Trennung von Körper und Seele verursacht, wobei die Seele im Gegensatz zum Körper nicht stirbt, sondern ewig weiterlebt.

Es ist falsch, sich die islamische Hölle und das islamische Paradies materiell im irdischen Sinne vorzustellen; die Schilderungen darüber im Heiligen Koran sind symbolisch zu verstehen. Die Hölle ist der Schmerz der selbstverschuldeten Trennung von Gott, das Paradies die Freude des Verbundenseins mit Ihm. Die Strafe der Hölle ist jedoch, im Gegensatz zum Paradies, nicht ewig; sie wirkt läuternd auf die Seele, die schließlich gereinigt ins Paradies kommen wird (7:157).

6. Glaube an Gottes Bestimmung des Guten und Bösen

Der Muslim glaubt, dass sowohl das Gesetz der Natur als auch das Gesetz der Religion (Scharia) von Gott erschaffene Gesetze sind, und Gott der Urheber und der Wächter dieses materiellen und geistigen Universums ist.

Er ist es, Der für jedes Ding, sei es physischer oder geistiger Natur, als Grundsatz festgelegt hat, dass bestimmte Handlungen zu guten Ergebnissen führen, während gewisse andere Handlungen ebenso selbstverständlich schlechte Folgen haben. Die höchste Macht über all diese Gesetze liegt bei dem, der sie erschaffen hat, bei Allah.

Unter besonderen Umständen bringt Er Ausnahmegesetze zum Ausdruck. Wie solche Gesetze auch immer beschaffen sein mögen, sie bilden immer Ausnahmen und stehen niemals im Widerspruch zu Seinen bekannten Verheißungen und Attributen. Das Phänomen der Wunder gehört zu dieser Kategorie der Gesetze.