Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen
Nichts hat einen Anspruch darauf, ein Ziel der Liebe und Verehrung zu sein außer Allah, Muhammad ist der Gesandte Allahs.
Muslime die an den Imam Mahdi und Verheißenen Messias,,
Hazrat Mirza Ghulam Ahmad Qadiani (as), glauben.

Wie erklären sich Katastrophen und Unglücksfälle?

Zunächst ist zu sagen, dass es der Plan Gottes will, dass unser Leben gewissen Naturgesetzen unterstellt ist. Naturgesetze müssen unverändert wirken, ansonsten würden sie die Wirkung verlieren und ihren Zweck verfehlen. Um einen Unfall zu verhindern, müsste u.a. das Gesetz der Schwere außer Kraft gesetzt werden, was den Unfall wohl verhindern würde und wobei einige Menschen am Leben bleiben würden; aber dafür würde vielleicht vielen Hunderttausenden das Leben genommen und es würde im Weltall ein nicht wieder gut zu machender Schaden entstehen.

Wenn ein unsichtbarer Arm jedes unschuldige Opfer eines Verbrechens schützen sollte, so würde es heißen, dass die Zukunft insofern sicher ist, als einem nichts passieren kann. Wem „nichts passieren kann“, dem passiert auch nichts Gutes.

Außerdem sind die meisten Unglücksfälle den mangelnden Kenntnissen und dem unvorsichtigen Vorgehen des Menschen zuzuschreiben. Es zeigt sich dann – allerdings zu spät für den betreffenden Unfall – welche Maßnahmen der Mensch hätte ergreifen sollen, um den Unfall zu verhindern. Diese neu gewonnene Erkenntnis ist aber nicht zu spät für die Verhinderung weiterer ähnlicher Unfälle.

Auch sollten wir nicht vergessen, dass auf der ganzen Welt jedes Jahr Millionen von Menschen sterben, viele durch gewaltsame Einwirkung von außen. Der individuelle Tod an sich ist nicht weniger tragisch als der kollektive, wie z.B. durch Katastrophen. Aber der Tod des Einzelnen fällt weniger auf und ist gewöhnlich auch nicht von großen Zerstörungen begleitet. Deshalb liegt es auf der Hand, dass eine große Katastrophe die Menschheit erschüttert, während der tausendfache Einzeltod unbeachtet bleibt.

Daraus kann man schließen, dass eine große Katastrophe ein Anlass für die übrige Menschheit ist, sich zu besinnen, nachzudenken, sich über ihren Lebenssinn klar zu werden und ihr Verhalten entsprechend zum Guten zu ändern. Die edelsten Eigenschaften des Menschen gelangen erst in der Stunde der Not zur Entfaltung. Seine Menschenliebe, sein Mitleid, sein Opfergeist, seine Hilfsbereitschaft, seine Entsagung, all das sind edle Eigenschaften, die von Zeit zu Zeit geweckt werden müssen.

Für die in Selbstsicherheit und an Überheblichkeit grenzende Selbstzufriedenheit lebende Menschheit sind die Katastrophen jeweils ein Fingerzeig, Einkehr zu halten und Gott für das doch nicht so selbstverständliche Glück zu danken. Außerdem spornen sie die im Wohlleben träge gewordenen Menschen an, etwas Gutes zu tun, indem sie ihren heimgesuchten Mitmenschen zu Hilfe kommen.