Ungerechtigkeit ist die Wurzel der weltweiten Konflikte

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad gibt schlagkräftige Antwort auf falsche Behauptungen der Islam wäre verlinkt mit Extremismus

Das Weltoberhaupt der Ahmadiyya Muslim Jamaat, der Fünfte Kalif, Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad, antwortet Islam-Kritikern, die behaupten, die Religion würde terroristische oder extremistische Handlungen rechtfertigen. Der Kalif machte die Anmerkungen im Zuge seiner Freitagsansprache am 11. Dezember 2015.

In seiner Ansprache zitierte Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad Beispiele bestimmter westlicher Politiker und Kommentatoren, die fälschlicherweise behauptet haben, der Islam ermutigte Muslime sich in Extremismus und Gewalt zu verwickeln.

Seine Heiligkeit sagte, dass die Gräueltaten, die von einer allseits bekannten terroristischen Gruppe begangen werden, nicht nur die Angst in der Gesellschaft erhöht, sondern fehlinformierten anti-islamischen Kritikern die Möglichkeit gegeben haben, falsche Anschuldigungen gegen die Lehren des Islam zu erheben.

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad bei seiner Freitagsansprache im November 2015

Seine Heiligkeit fügte hinzu, dass die mediale Reaktion auf Attacken, die im Namen des Islam geschehen, völlig anders sei als auf Attacken begangen von Nicht-Muslimen.

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad erklärte:

„Wann immer ein Muslim etwas Falsches macht, machen die Leute sofort den Islam dafür verantwortlich, aber wenn jemand anderen Glaubens eine ähnliche Tat begeht, wird er als ‚geistig unzurechnungsfähig‘ bezeichnet. Wir gestehen offen ein, dass die grauenhaften Taten bestimmter muslimischer Gruppen schlicht barbarisch sind, aber deshalb unfairer Weise auf die Lehren des Heiligen Quran abzuzielen, ist völlig falsch und ungerechtfertigt.“

Seine Heiligkeit sagte, die islamischen Lehren würden jenen, die den Islam durch Gewalt verbreiten wollten,  keinerlei Rechtfertigung noch Erlaubnis geben.

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad erklärte:

„Der Islam hat niemals gelehrt, dass Menschen durch Gewalt konvertiert werden sollten. Im Heiligen Quran sagt Gott der Allmächtige dem Propheten Muhammad (Friede sei auf ihm), dass

‚Hätte Gott es gewollt, würden alle, die auf Erden sind, geglaubt haben.‘

Indes sagte Gott, dass es niemals der Fall sein werde, dass die gesamte Menschheit zu Gläubigen werden würde, und somit ist klar, dass im Islam kein Zwang erlaubt ist.“

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad fuhr fort:

„Der Heilige Quran erklärt kategorisch, dass das Schwert niemals dazu erhoben werden darf, Menschen zur Annahme des Islam zu zwingen, viel eher sollen die Muslime die Menschen anziehen, indem sie die schönen Lehren der Religion veranschaulichen und gleichzeitig die bestmögliche moralische Haltung verkörpern.“

 

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad zitierte die Sure 43, Vers 89 und 90 aus dem Heiligen Quran, wo es heißt:

Bei seinem (des Propheten) Ruf: „O mein Herr! dies ist ein Volk, das nicht glauben will.“ (Sure 43, Vers 89)

Drum wende dich ab von ihnen und sprich: „Frieden!“ Und bald werden sie erkennen. (Sure 43, Vers 90)

Diese Verse erläuternd erklärte Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad:

„In diesem Vers wurde der Heilige Prophet (Friede sei auf ihm) angewiesen, dass sogar nach dem Erleiden maßlosen Unrechts seitens der Glaubensfeinde, seine Antwort nur sein solle zu sagen: ‚ Meine einzige Botschaft an euch ist ein friedliche und das wird so bleiben damit schließlich Versöhnung einkehre.‘ Wenn deshalb der Heiligen Prophet (Friede sei auf ihm) selbst beauftragt wurde, auf diese friedensstiftende Weise zu handeln, dann obliegt es allen Muslimen auf ewig diese Botschaft und diesen Geist voranzutragen.“

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad meinte, dass ein Fehlen von Gerechtigkeit und Fairness die Hauptgründe für die vielen Konflikte seien, die wir heute in der Welt beobachten.

Indem er die Rolle bestimmter Großmächte beim Schüren von Extremismus hervorhob, sagte Seine Heligkeit Mirza Masroor Ahmad:

„Einige westliche Medienstellen und Kommentatoren gestehen heute ein, dass ihre eigenen Regierungen eine Rolle spielten im Kreieren der extremistischen muslimischen Gruppen, was mit den Auswirkungen des Irakkrieges zu tun hat oder ein Resultat der Krise in Syrien ist. Die Wurzel all dieser Probleme ist ein Fehlen der Gerechtigkeit in der Welt.“

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad fuhr fort:

„Wo einerseits die Großmächte versuchen, die Extremisten durch Luftangriffe zu besiegen, scheinen sie gleichzeitig jene Gruppen oder Personen zu ignorieren, die mit den Terroristen Handel treiben oder ihnen tödliche Waffen liefern. Folglich wird der Frieden in der Welt nicht nur durch die muslimischen Gruppen zerstört, die dem Islam zugegen handeln, sondern ebenso durch die Großmächte, die ihre eigenen Interessen über andere stellen.“

Zusammenfassend sagte Seine Heiligkeit, dass es die Pflicht eines jeden Ahmadi Muslims sei die wahren und friedlichen Lehren des Islam zu verbreiten und auf allen gesellschaftlichen Ebenen für den Frieden zu arbeiten.

Seine Heiligkeit Mirza Masroor Ahmad erklärte:

„Jeder Ahmadi Muslim muss es als seine Pflicht erachten, die schönen und friedlichen Lehren des Islam zu verbreiten. Die Welt steht in diesem Moment der Geschichte an der Schwelle einer Katastrophe, weshalb jede(r) einzelne Ahmadi sich bemühen muss, die Welt vor der Zerstörung zu bewahren.“